Seerecht

Wenn Du glaubst, auf den folgenden Seiten findest Du nur total trockenen Stoff, dann hast Du Dich getäuscht. Im Seerecht geht es um mehr als Paragraphen. Unser heutiges Seerecht basiert auf den Regelungen, die bereits die seefahrenden Nationen der Antike, die Griechen und Römer, aufgestellt haben. Die praktischen Erfahrungen aus vielen Jahrhunderten der Seefahrt haben dazu beigetragen, das Seerecht zu dem zu formen, als was wir es heute kennen.

Auf den folgenden Seiten schildern wir Vorfälle, die sich wesentlich auf die heutige Fassung des Seerechtes ausgewirkt haben: Anschaulich, pragmatisch und mit praktischen Tipps durchsetzt.

 

 

 

Geltungsbereich des Seerechts

Der allgemeine Grundsatz der Gewaltenteilung hat auch vor dem Seerecht nicht halt gemacht. Es gibt (mindestens) eine Legislative, die Regelungen erlässt und (mindestens) eine Exekutive, die auf die Einhaltung dieser Regelungen achtet. Doch wer ist das auf hoher See? Ab wann befindest Du Dich eigentlich auf „hoher See". Wie sind die Meereszonen genau festgelegt und welche Regelungen gelten in den jeweiligen Zonen?

Ein wesentliches Kriterium für den Geltungsbereich nationalen Seerechts ist die Registrierung des Schiffes. Das Flaggenrecht, die Registrierungsbehörden, den internationalen Bootsschein und das Flaggenzertifikat haben wir in die Rubrik Segelboote ausgelagert.

Was ist eine Havarie und eine Havarei? Was ist ein Seewurf und wem gehört Treibgut, das wir auf See finden? Ist es wirklich so, dass man die Eigentumsrechte an seinem Boot aufgibt, wenn man Schlepphilfe in Anspruch nimmt?

Was machen der internationale Seegerichtshof in Hamburg und die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen? Die Bundesstelle veröffentlicht übrigens ganz interessante Unfallberichte, die unter die Haut gehen und aus denen Du viele Lehren ziehen kannst.

 

Stellung des Kapitäns

Spätestens seit der Fernsehserie Traumschiff muss eines klargestellt werden: Ehen schließen darf nach deutschen Recht nur ein Standesbeamter. Ein Kapitän darf das nicht!

Er ist Hausherr auf seinem Schiff. Er trägt die Verantwortung für alle nautischen und navigatorischen Entscheidungen, sowie für die Sicherheit des Schiffes und auf dem Schiff. In Zuge dessen ist er berechtigt, Maßnahmen zu ergreifen. Dies schließt vorläufige Festnahmen und Verweise von Bord ein.

In dieser Rubrik nehmen wir den Kapitän eines Schiffes und seine Stellung an Bord weiter unter die Lupe.

 

Regeln

Dies hier wäre nicht die Rubrik Seerecht, wenn nicht wenigstens ein bischen trockener Stoff zu lesen wäre. In den Kollisionsverhütungsregeln (KVR) sind die Vorfahrts- und Verhaltensregeln auf hoher See festgelegt. Im Bereich der Küstenseestraßen werden die KVR durch die Seeschifffahrtsstraßenordnung (SeeSchStrO) und weitere Regelungen für bestimmte Seegebiete und Häfen präzisiert.

Hier erstellen wir für Dich ein Nachschlagewerk, in dem Du Deine Fragen zu Vorfahrtsregeln, Lateralbetonnungssystem, Signalführung, Befeuerung und vieles mehr schnell beantwortet finden wirst.

 

Sicherheit und Umweltschutz

Der Untergang der RMS Titanic am 14. April 1912 hat viele Konsequenzen im Seerecht nach sich gezogen. Aufgrund  mangelnden Sicherheitsstandards auf der RMS Titanic wurde am 12. November 1913 eine Konferenz einberufen, die den Mindeststandard für die Sicherheit auf Handelsschiffen festgelegt hat. Ergebnis war die erste Fassung der International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS). Die darin enthaltenen Bestimmungen wurden später mehrfach überarbeitet. Leider bedarf es immer erst einer weiteren Katastrophe, um Erweiterungen zu bewirken. Die derzeit gültige Fassung  ist seit 1. Januar 2013 in Kraft.

Die Suche nach dem Unglücksflugzeug MH370 im Süd-Indik hat uns sehr deutlich gezeigt, welche Mengen Müll in den Ozeanen schwimmen. Dabei gibt es doch Meeresschutzverordnungen, wie die für die Nordsee geltende OSPAR. OSPAR steht übrigens für OSlo und PARis, da sie nach ihren beiden Vorläufern, der Oslo- und der Paris-Konvention, benannt wurde.

 

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